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Fossmog – oder Kohlrouladen für Faule

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Wir versuchen auch immer etwas mit saisonalem Gemüse zu kochen. Jetzt, in der kalten Jahreszeit bietet sich Kohl an. Da wir die Sachen gern pragmatisch angehen, muss es etwas sein, dass in größerer Menge vorbereitet und dann eingefroren werden kann.

Also gibt es mal wieder Fossmog. Ich habe mich bei meiner Schwiegermama erkundigt – denn das Gericht kommt aus der Familie meines Mannes – warum das Fossmog heißt. Es gibt nur Vermutungen. Es könnte ein schlesischer Begriff sein. Es ist schon ein altes Rezept und war ursprünglich ein Resteessen, um den Kohl zu verwerten, der nicht für Kohlrouladen benutzt werden konnte. Sozusagen ein Kohlrouladen-Abfallprodukt, in dem auch Wurstreste verwertet wurden.
So ist es bei uns nun heute nicht mehr. Bei uns ist es sozusagen das Kohlrouladen-Ersatzessen. Kohlrouladen machen nämlich viel Arbeit und die Zeit verbringen wir lieber mit anderen Dingen. Basteln oder so.

Für einen großen Topf (ca. 8 bis 10 Portionen) benötigen wir:

  • einen kleinen Weißkohl ca. 1,5 kg
  • 750 g gemischtes Hackfleisch
  • Salz
  • Butter
  • Instantbrühe
  • Kümmel gemahlen
  • Öl

Der Kohl wird kleingeschnitten, der Strunk entfernt. Das gibt einen ordentlichen Haufen Kohlschnitze.

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Das Hack wird in einem großen Topf mit etwas Öl krümelig anbraten. Jetzt kommt etwa ein Viertel des Kohls zum Hack und wird mit angebraten. Da dürfen für den Geschmack auch ein paar „Röstaromen“ (wir sagen das immer so, wenn etwas leicht angebrannt ist) entstehen. Das Ganze mit einem Schluck Wasser übergießen, etwas einkochen lassen und dann den nächsten Teil vom Kohl hinzugeben. Da bei uns nicht alles mit einem Mal in den Topf passt, machen wir es portionsweise und geben auch immer wieder etwas Wasser zum Schmoren dazu. Das Ganze wird nun mit Deckel bei kleiner Temperatur etwa 20 Minuten bei gelegentlichem Umrühren weitergeschmort.

Wenn der Kohl gut durch ist wird mit mit Kümmel, Salz, etwas Instantbrühe und Butter abgeschmeckt.

Jetzt ist das Fossmog auch fertig zum Einfrieren. Beim nächsten Aufwärmen schmeckt es dann noch ein bisschen besser.

Dazu einfache Salzkartoffeln und die Butter nicht vergessen!

Guten Appetit.

 

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